Lou alias Heike SchmidtGESANG, KÜNSTLERISCHE LEITUNG

Lou war schon immer neugierig und offen für innovative Ideen  und musikalische Experimente. Ihre erste Band probte Anfang der 80iger Jahre im besetzten Sophienhof in Kiel und bestand aus Gitarre, Bass und Blockflöte. Die Lieder wurden selbst komponiert und getextet. Sie sang während ihrer Schulzeit zur Gitarre, später in unterschiedlichen Gospel- Chören, seit 2006 im „Gospelchor Gaarden“. Heute ist ihr Instrument allein ihre Stimme; Dabei ist das Singen nie Technik oder Routine; sondern immer Leidenschaft, echtes Gefühl und Hingabe. Die Lust eigene musikalische Ideen zu verwirklichen, verlässt sie nie; deshalb ergriff sie 2013 die Gelegenheit, den heute 12-köpfigen Pop Chor „Die Schröders“ mit zu gründen und mit Cosmo Welfare musikalisch zu experimentieren.

 

Zur Jahrtausendwende begegnet ihr das erste Mal Rilkes Gedicht „Herbsttag“. Dabei bringt Rilkes Vermögen, mit seinen Worten genau ihre Gefühle zu beschreiben, Licht und  Hoffnung in eine Zeit des persönlichen und beruflichen Wandels. Die Worte  des Dichters geben ihr im Alleinsein ein inniges Gefühl von Verbundenheit und Trost.

 

Im Herbst 2016 entstehen die Melodien zu „Herbsttag“ und „die Schwestern“ und die Idee wird geboren, gemeinsam mit anderen MusikerInnen Rilkes Gedichte zu vertonen.

 

Es ist diese unbändige Kraft und eine große Portion Übermut, die Lou innewohnt, mit der sie ihre Vision eines Rilke Ensembles Realität werden ließ, so dass unser Publikum wiederum Rilkes Visionen neu entdecken kann.

 

Britta Grantz – GESANG, CONFÉRENCIÈRE

 

Der Gospelchor Gaarden hat die selbstständige Händlerin nach langer Abstinenz zur Musik zurückgebracht und durch Lou und Nina zum Rilke Ensemble hingeführt.

 

Wenn Britta die Bühne betritt, hält man den Atem an. Sie ist eine Künstlerin von enormer Präsenz. Während andere Kunst genießen und bestaunen, weiß sie sie auf verschiedenen Ebenen zu beleuchten und entdeckt Dinge, die anderen verborgen bleiben. Sie ist jemand, die sich sehr ausdauernd, umfassend und vielschichtig mit Dingen beschäftigt. Oft auch abseits des Üblichen und auf sehr eigenwillige Weise.

 

 

An Rilke schätzt sie, was allgemein als „ganzer Künstler“ bezeichnet wird: Kompromisslos, egozentrisch, maßlos, fern der Realität, es sei denn, sie trifft auf sein Schaffen. Sich seiner Genialität stets bewusst, manipulativ und gewiss auch berechnend. All dies sieht Britta in Rilkes Schaffen und bewundert, dass er sich in permanenter Veränderung seiner selbst befand und nie stehen blieb.

 

Lukas Johannsen – GESANG, KOMPOSITION; UKULELE, AKKORDEON

 

Lukas Johannsen ist einer unserer mulittalentierten Musiker, der mit Stimme, Akkordeon, Klavier, Gitarre, uvm., die Musik als universelle Sprache nutzt, um Menschen über alle Grenzen hinweg zu verbinden. Dort, wo schon lange nicht mehr verbalisiert werden kann, möchte Lukas dem Gefühl Ausdruck verleihen.  So überrascht es uns nicht, dass er als Musikerzieher davon überzeugt ist, dass in jedem Menschen einE MusikerIn steckt – Joseph Beuys lässt grüßen.

 

Gegenwärtig zieht Lukas als „Liederlukas“ auch mit seinem Kinderliederprojekt durch die Lande, um Musik für Kinder alltäglich zu machen. Darüber hinaus schreibt Lukas seit rund 14 Jahren die Musik für das Ensemble des statt-Theaters Neumünster, probt mit den meist jugendlichen SängerInnen die Gesangslinien und Chorstimmen und leitet die Theaterband.

 

Rilkes Gedichte sind nach Lukas Geschmack manchmal holprig zu lesen, oft zu oberlehrerhaft verfasst und nehmen häufig Bezug auf Hässliches, Krankheit, Trieb und Tod. Alles Themen, die er persönlich in seiner Kunst für Kinder eher ausklammert. Dennoch empfand er es höchst spannend, sich immer mehr in Rilkegedichte hineinzudenken und über die Musik einen Bezug dazu zu bekommen.

 

Torben Friedrich – GESANG, KOMPOSITION, PIANO

Unseren Jüngsten erkennt man sofort an seiner Begeisterungsfähigkeit, die vielleicht daher rührt, dass er im täglichen Leben mit Kindern arbeitet.

 

Torben Friedrich ist Pianist und Sänger und leitet ein kleines, feines Gesangsensemble „Die Schröders“.

 

An Sonntagen spielt er oft die Kirchenorgel in verschiedenen Gemeinden Kiels. Außerdem singt er in dem Vocalensemble „ars nova“. Da er leidenschaftlich komponiert und gerne mit anderen Musikern an Klanggeschichten arbeitet, bietet ihm das Rilke-Ensemble die Möglichkeit, die Umsetzung seiner Vorstellungen vom Zusammenspiel von Klang und Text zu verwirklichen. Außerdem begeistert ihn die tolle Gemeinschaft der vielen Musiker/innen, die im Rilke Ensemble zusammenspielen.

 

Gunnar Fink – PERCUSSION, CAJÓN

 

 

Mit Gunnar hat das Rilke Ensemble einen intuitiven und versierten Percussionisten gefunden. Dem Song verpflichtet, befinden sich seine Hände und Füße stets dort, wo sie das rhythmische Fundament für den jeweiligen Song schaffen. Wenn er mit halb geschlossenen Augen, in sich ruhend einem neuen Song lauscht, fliegen seine Hände stilsicher über die Cajón und zahlreiche andere Schlaginstrumente. Und mit seinem unnachahmlichen Humor ist er auf jeden Fall der „Herzubube“ des Ensembles.

 

Der passionierte Skater und Surfer tourte schon fünf Jahre auf Sylt mit seiner Percussion-Crew „Drum Spirit“ und macht seit mehreren Jahre in Kiel experimentelle Musik.

 

Gunnar fand in Gedenken an den „großartigen Dr. Mello“ zum Rilke Ensemble. Letzterer, Saxophonist der Band „Didge ´n Drums“, hatte sich noch im Januar 2017, kurz vor seinem Tod, entschieden, beim Rilke Ensemble mitzuspielen. Seinen langjährigen musikalischen Wegbegleiter im Herzen führt Gunnar nun dessen musikalisches Erbe liebevoll und konsequent weiter.

 

 

Helge Keipert - GESANG, KOMPOSITION, GITARRE, SAXOFON, QUERFLÖTE

 

Ein Musiker durch und durch – von den Zehen bis in die „Haarspitzen“, der mit Freude, Klarheit, Liebe und Begegnung im Hier und Jetzt seinen Mitmusikern und dem Publikum auf erfüllende und immer wieder neue Weise nah sein möchte. Seine Art zu musizieren, ist für das Rilke Ensemble Inspiration und Herausforderung zugleich.

 

Helge spielt fast ausschließlich seine eigenen Kompositionen. Als Solist spielt er gern zwei, drei In-strumente gleichzeitig. Und wenn dann noch weitere Hände und Beine fehlen, lässt er sich von weiteren MusikerInnen begleiten. Da sind dann zum Beispiel Merlot, Toad´s Bread oder Helge Keipert und die Gebrüder Ungemach, mit denen er deutsche Balladen verschiedener Jahrhunderte vertont.

 

Die Liebe zur und Begeisterung an der deutschen Dichtkunst machte Helge neugierig auf das Rilke Ensemble. Er ist fasziniert davon und gleichzeitig dankbar, dass es Rilke gelang, etwas mit Worten auszudrücken, was Helge empfindet, aber selbst dafür noch nicht so klare Worte finden konnte.

 

Klaus Niendorf - DIDGERIDOO

 

Musik ist für Klaus ein Freudenspender. Sie entspannt ihn und ist gleichzeitig ein Kommunikationsmittel auf einer höheren Ebene.

 

Von 2003 bis 2006 veranstaltete er zwei Mal im Jahr das Weltmusikfest in der Kieler „Räucherei“ und moderierte im offenen Kanal die wöchentliche Radio Show „Musica from Worldgaarden“

 

Angeregt durch die kulturelle Stadtteilarbeit „Gaardener Runde“ hat er von 2008 bis 2014 das Straßenmusikfest „Intakt“ initiiert.

 

Seit ca. 10 Jahren spielt er in den Bands „Didge`n Drum“  und  „Flowering Tree“ und „Das 2. Gesicht“. Sein Musikerherz schlägt für die Weltmusik. Er sammelt leidenschaftlich Ethnoflöten  und da er von Beruf Techniker im Bereich Maschinenbau  ist, hat er auch das nötige Knowhow, um sich diese selbst zu bauen.

 

Maike hat ihn inspiriert, für „Wunderliches Wort“ mit dem Didgeridoo in fremdländischere Klänge zu tauchen. Dadurch schafft er den Brückenschlag zwischen Rilkes Poesie und Weltmusik.

 

Marco Scuderi – GESANG, KOMPOSITION, SYNTHESIZER

 

Marco liebt es mit Synthesizern und Computern neue Sounds zu kreieren, wozu er im „wirklichen Leben“ als Tischler und Hausmann eher weniger kommt. Dass er diese Begeisterung im Rilke Ensemble in vollen Zügen auslebt, wird an „Der Panther“ deutlich. Wenn die auf -und absteigenden Harmonien sich wie ein Pendel durch die Komposition bewegen, verdeutlicht das wunderbar das rastlose Auf und Abgehen des im Käfig gehaltenen Panthers.

 

Marco singt schon seit vielen Jahren bei den Chören „DeKiela Sunrise“ und „Die Schröders“ und wird auch einige Rilke-Gedichte interpretieren. Aber in der Aufgabe, eine passende Musik zu Rilkes Gedichten zu komponieren und damit das heutige Publikum zu erreichen, sieht Marco eine besondere Herausforderung. Ob mit relaxt-groovigen Rhythmen oder mit komplex verschachteltem Arpeggio mit hypnotischen Gesangslinien, jeweils passend zum Gedicht, lässt er seine Rilke-Interpretationen auf gelungene Weise auf unseren Verstand und unser Gefühl wirken.

Maike Guttau – GESANG, KOMPOSITION

 

Jedes Ensemble sollte eine „gute Seele“ haben – bei uns ist es Maike. Als langjährige Theaterrequisiteurin mit Faible für die kleinen Details, weiß sie immer genau, womit unsere Proben zu launigen Erlebnissen werden.

 

Als Maike mit 15 Jahren den ersten Abend bei den „Komödianten, Theater für Eilige“, ein buntes Potpourri mit vielen Gedichten erlebte, entdeckte sie ihr Interesse für Rilke. Sie beschreibt Rilkes Poesie als ein Ab- und Hineintauchen in Sinneswelten von Klangwörtern, Klangfarben und Klangbildern.

 

Bevor Maike „zufällig“ den Weg zum Rilke Ensemble fand, hatte sie klassischen Gesangsunterricht, und sang ua. 10 Jahre in einem Gospelchor. Ihre Bühnenerfahrungen sammelte sie im DeKiela Sunrise & Friends „Ready for Queen“ und sang auch einmal bei Felixe De Luxe im Background.

 

Wenn Musik mit ihren vielschichtigen Facetten unter ihre Haut kriecht, findet ihre Seele eine Balance, dem der Alltagstrubel nichts mehr anhaben kann.

 

Birte Freis - GESANG, CONFÉRENCIÈRE

 

Die selbstständige Logopädin mit kleiner Praxis in Laboe hat das Singen erst vor sechs Jahren entdeckt. „Es hat dann sozusagen „Peng“ in ihrem Herzen und Seele gemacht!“ Das gemeinschaftliche Singen in den Chören „Die Schröders“ und „Happy Gospel Voices“ erlebt Birte geradezu als berauschend - inklusive der Suchterfahrung, für die sie sehr dankbar ist.

 

Zusammen mit Marco hat sie sich von Heike und Torben ins Rilke-Boot ziehen lassen, wo sie mit ihrer engelsgleichen Sopranstimme nicht nur die Chorsätze zum Strahlen bringt, sondern sich auch als Solistin entfalten kann.

 

Birte liebt tiefgründige Lyrik und es bewegt sie im Innersten, wenn DichterInnen das Leben in all seinen Facetten, Sehnsüchten und Abgründen emotional in Worten auf das Papier bringen. Für sie ist Rilke ein Meister dieser Kunst.

 

Durch das Rilke-Ensemble hat Birte das Phänomen entdeckt, dass die oft schwer verständliche und künstlerisch komplexe Poesie durch Gesang und Musik plötzlich an Leichtigkeit gewinnt, lebendig und tief berührend wird.

 

Nina-Maria Seifert   - GESANG

 

Dass für Nina das Singen eine Art Seelenpflege ist, lässt sie uns mit ihrem prägnanten Soul-Timbre deutlich spüren. Mit jedem klingenden Atemzug dringt sie über unsere Ohren in uns ein und streichelt unsere Seelen.

 

Die sozialpädagogische Assistentin singt seit nunmehr 11 Jahren im Gospelchor Gaarden. Darüber hinaus hören wir sie im Backroundchor des Showorchesters Rakete Mendoza und in diversen „Küchen-Besetzungen“.

 

Ninas Beziehung zu Dichtkunst wurde Ihr als entfernte Verwandte Theoder Storms quasi in die Wiege gelegt. So ist es vermutlich auch kein Zufall, dass sie mit Anfang 20 einen Urenkel von Rilke kennenlernte und sich auf Rilkes Schreibtischstuhl niederlassen durfte … in der Hoffnung, dass sie sogleich von der Muse geküsst werden würde.

 

Nun, es hat dann doch noch etwas gedauert, aber jetzt ist sie da.

 

Jens Sauerbrey - BASS

 

Musikalisch betrachtet, ist unser „Gastmusiker“ aus Neumünster das Küken im Ensemble. Erst vor wenigen Jahren wurde ihm klar, dass es Zeit wäre, ein Instrument zu lernen und er entschied sich für die Bassgitarre. Er liebt die tiefen Töne, weil er diese auch körperlich spürt und sie eine „meditative Wirkung“ auf ihn haben.

 

Da Jens Sauerbrey seit über 25 Jahren als Fotograf in der Musikszene bekannt ist, boten sich ihm schnell Chancen, mit anderen MusikerInnen zu musizieren und von ihnen zu lernen. Als freiberuflicher Fotograf meist auf sich gestellt, hat er nun mit anderen MusikerInnen die Möglichkeit, eine seiner besonderen Eigenschaften hemmungslos auszuleben: Ein Team-Player zu sein.

 

Seit 2014 ist er Bassist der Acoustic Gentlemen, hilft im Ensemble des statt-Theater Neumünster aus und ist einer der Organisatoren des BaDaBoom! Straßen-Musikfestivals in Neumünster.

 

Ein paar Schulerinnerungen und das allgemeine Interesse für Kunstgeschichte sind bisher die einzigen Schnittstellen zu Rilkes Gedichten. Im Rilke Ensemble begeistert er sich für die kreativen Ideen der KomponistInnen und möchte von ihnen lernen.